
Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2009 eröffnete der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Rossdorf Herbert Dobner eine Mitgliederversammlung der besonderen Art. In die „Hofreite Palmy“ in Gundernhausen waren neben den Mitgliedern des Ortsvereins auch zahlreiche Gäste gekommen, um gemeinsam Landrat a. D. Alfred Jakoubek für seine Dienste nicht nur für die SPD im Landkreis, sondern vor allem für Roßdorf zu würdigen.
Denn genau hier fing das politische Wirken und seine erste hauptamtliche politische Tätigkeit des damals 32-jährigen Jakoubeks als Bürgermeister der Gemeinde Roßdorf an. Fünf Jahre nach der Gebietsreform war es keine einfache Aufgabe, die mit Gundernhausen zusammengelegte Gemeinde vom Rossdörfer Rathaus aus zu lenken. Alle Beteiligten waren sich über die politischen Leistungen und Verdienste des Menschen Alfred Jakoubek einig, der im Zuge der Mitgliederversammlung mit der höchsten parteipolitischen Auszeichnung - der Willy-Brandt - Medaille - geehrt wurde. Neben dieser seltenen Auszeichnung seitens der Partei, wurde Jakoubek ein geselliges Programm geboten, an dem er sich spontan aktiv beteiligte. Zu den Rednern, die über das Lebenswerk des Alfred Jakoubek sinnierten, gehörten neben dem Ortsvereinsvorsitzenden Herbert Dobner auch der frühere Landrat und Jakoubeks Vorgänger Hans- Joachim Klein, Bürgermeisterin Christel Sprößler und Heike Hoffmann, die in doppelter Funktion als Landtagsabgeordnete und als Stellvertreterin des Unterbezirksvorstandes Darmstadt-Dieburg sprach.
Stand für Hans - Joachim Klein die problemlose Übernahme des Landratsamtes und der damaligen Mitarbeiter im Vordergrund, lobte Christel Sprößler die Überzeugungskraft und die rhetorischen Fähigkeiten des Alfred Jakoubek, von denen sie sich zuletzt vor allem bei den zahlreichen Verleihungen der Landesehrenbriefe überzeugen konnte. Abschließend würdigte Heike Hoffmann seine politische Arbeit und konnte trotz leerer Haushaltskassen des Landes Hessen, eine Flasche Wein der Hessischen Staatsweingüter überreichen. Die abschließende Rede des Landrats a. D. gestaltete sich, wie zuvor beschrieben: Rhetorisch ausgefeilt und humorvoll. Inhaltlich standen für ihn nicht sein Lebenswerk, sondern die Menschen im Allgemeinen im Vordergrund. Das Highlight des Abends war der Auftritt des legendären ehemaligen Chors der SPD-Fraktion „Rotkehlchen“, den Alfred Jakoubek unaufgefordert wie früher dirigierte und sichtlich Spaß daran hatte. Jakoubek bot an, auch in Zukunft den wiederbelebten Chor zu dirigieren. Noch schweigt Jakoubek über seine Zukunftspläne.
Durchaus denkbar wäre eine „Gesangskarriere“ mit seinem Vorgänger Hans- Joachim Klein und dem gesamten Ortsverein als Background-Sänger auch außerhalb Rossdorfs.
Meike Weber