Im Dialog mit dem Flughafen Frankfurt

„Nach Jahren der pandemiebedingten Krise ist der Luftverkehr weiter auf Erholungskurs. Mit dem Terminal 3 im Süden unseres Flughafens bauen wir unsere Kapazitäten aus.

Gerne wollen wir die Zeit des Umbruchs nutzen, um noch stärker mit unseren Nachbarn ins Gespräch zu kommen,“ lautete der Einladungstext der Fraport AG.

Die Entwicklung und Ideen des Frankfurter Flughafens ein wichtiges Thema für die SPD. Und so stellte sich dann Ende Oktober heraus, dass ich als einzige der geladenen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Politiker*innen der Gemeinde Roßdorf am Regionalforum am Frankfurter Flughafen teilnahm.

Um das Terminal 3 näher und erlebbar zu machen, hatten Interessierte die Möglichkeit an einer Terminal 3 Rundfahrt teilzunehmen. Nachdem wir ganz alleine und exklusiv auf dem Vorfahrtstisch – also der Terminalvorfahrt auf Abflugebene – standen, eröffneten sich uns die Dimensionen der Flughafenentwicklung. Zehn Kilometer neue Verkehrsanbindung, die Fahrt in acht Minuten auf der 5,6 Kilometer langen Trasse des neuen Personen-Transport-Systems (Sky Line-Bahn) zwischen dem Norden und Süden des Flughafens, die Möglichkeit des Baus einer Terminal 3 S-Bahn Station, 8.500 neue Parkplätze und ein Terminalgebäude für derzeit 19 Millionen Passagiere.

Beeindruckend. Doch was passiert mit der Inbetriebnahme des
Terminal 3? Gehen dann die Flugbewegungen schlagartig in die Höhe? Nein, der Luftverkehr entwickelt sich insbesondere aufgrund der privaten Nachfrage zwar stetig nach oben, doch mindern die Anpassungen der Fluggerätgröße auf den gefragten Routen und insgesamt die Effektivität der Flugzeuge dies ab. Auch wird mit der Inbetriebnahme von Terminal 3 das inzwischen rund 30 Jahre alten Terminal 2 saniert, Passagiere können dies über Jahre nicht nutzen.

Das Wissen der Fraport AG einerseits um ihre Bedeutung in der Region aber anderseits auch um die Belastungen für die Region, die einer Agenda mit verantwortungsvollen Handlungssträngen bedürfen, zeigte sich in dem vom Vorstandsvorsitzender Dr. Schulte proaktiv angesprochen Thema. Sind die Kommunen an einer Ausweitung des Siedlungsbeschränkungsbereichs interessiert? Dies wurde sehr kontrovers diskutiert. Natürlich ist der Schutz wichtig. Einschränken z.B. bei der Ausweisung von Baugebieten möchte sich aber auch keiner vorschreiben lassen.

Wir müssen im Gespräch bleiben, so das Fazit aller Veranstaltungsteilnehmenden