SPD Ortsverein Roßdorf und Gundernhausen

Gemeindevertretersitzung

Fraktion

Haushaltsplan: Die Vorlage und Vorstellung des Haushaltsplans für das Jahr 2019 durch Bürgermeisterin Christel Sprößler in der Sitzung der Gemeindevertretung vergangenen Freitag war ein wichtiger Tagesordnungspunkt. Vorgesehen sind keine Steuererhöhungen und keine Anhebung von Gebühren!

Das 445 Seiten dicke Werk gilt es nun zu studieren und in der nächsten Sitzung im Dezember zu beraten und zu beschließen.

Forsteinrichtungswerk für den Gemeindewald Roßdorf: Gemäß dem Hessischen Forstgesetz ist der Wald nach Betriebsplänen für in der Regel zehnjährige Zeiträume zu bewirtschaften.

Daher wird im Abstand von zehn Jahren eine Inventur des Waldes durchgeführt. Das heißt, es wird Bilanz gezogen, verbunden mit einer Planung, wie dies auch ein Kaufmann am Ende eines Jahres macht. Der Wald wird hinsichtlich seiner Baumarten, Holzvorräte, Zuwächse, Aufbauformen, Wuchsdynamik, Schäden und Werte inventarisiert und dann in einem Zehnjahresplan auf seine vielfältigen Waldfunktionen hin ausgerichtet.

Für den Wald unserer Gemeinde ist es an der Zeit diesen Betriebsplan, das sogenannte Forsteinrichtungswerk, zusammen mit dem Forstamt Dieburg, dem Revierförster und dem Forsteinrichter neu zu erstellen. Folgende Ziele sind hierbei zu beachten:

  • Erhaltung des Freizeitwertes bzw. der Erholungsfunktion

  • keine Waldwirtschaft nach rein kaufmännischen Gesichtspunkten

  • Waldbewirtschaftung in der Art und Weise, dass die Qualitätssiegel PEFC und FSC erhalten bleiben.

Und diese Ziele werden in dem der Gemeindevertretung vorgelegten Forsteinrichtungswerk für den Gemeindewald Roßdorf voll und ganz abgebildet. Es wird klar formuliert: „Der Gemeindewald ist ein wichtiger Erholungsraum. Die naturnahe Bewirtschaftung soll die Erzeugung hochwertigen Starkholzes in ästhetisch schönen Waldbildern wie auch die Versorgung der Bürger mit Brennholz sicherstellen. Die Eiche soll ihren Anteil behalten, der Nadelbauanteil nicht weiter abnehmen. Die Douglasie soll den Anteil der Fichte langfristige ersetzen, die im Zuge des Klimawandels verschwinden wird. Auf geeigneten Standorten soll die Douglasie vorangebaut werden, bevor sich die Buche zu Reinbeständen verjüngt. Die Erle soll weiterhin feuchte und nasse Standorte einnehmen, die Birke in Mischbeständen zurückgedrängt werden. Mischbaumarten gilt es weiterhin zu fördern.“

Annette Rückert

 
 

Bijan Kaffenberger

 

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