SPD Ortsverein Roßdorf und Gundernhausen

Ein Blick ins nächste Jahr

Fraktion

Ein Blick ins nächste Jahr
Die Finanzen der Gemeinde Roßdorf

Am vergangenen Freitag hat Bürgermeisterin Sprößler den Haushalt für das Jahr 2020 in der Gemeindevertretung eingebracht. Was beinhaltet das 454 Seiten starke Werk?

Zunächst einmal, die frohe Botschaft, dass der Haushalt so geplant ist, dass ein Plus von ca. 0,55 Mio. EUR erwirtschaftet wird. Aufgrund des guten Wirtschaftens in den vergangenen Jahren benötigen wir kein Haushaltssicherungskonzept. Rücklagen können wieder aufgebaut werden. Die Aufnahme eines Kassenkredits (vergleichbar mit Dispokredit) oder anderer Kredite ist nicht notwendig.

Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer werden nicht verändert. Straßenbeiträge werden nicht mehr erhoben.

Die Kindergarten- und -krippengebühren bleiben ebenfalls unverändert. Im kreisweiten Vergleich des Kostenbeitragssatzes pro Betreuungsstunde liegen wir damit am untersten Ende!

Die Vor- und Nachkalkulation der Wasser- und Abwassergebühren zeigt: Wasser wird um 0,49 EUR/m³ (netto) günstiger, Abwasser um 0,50 EUR/m³ (brutto) teurer.

Rund 4,5 Mio. EUR betragen die Investitionen in unsere Infrastruktur. Die Aufnahme von Krediten ist hierfür nicht notwendig.

Die wichtigsten Investitions-Projekte sind:

  • Sanierung des Sportzentrum mit Flutlicht, Tribüne und Tartanbahn
  • Gruppenräume für die Krippe im Regenbogenkindergarten
  • Sanierung der Sanitärräume in der Bürgerhaushalle
  • Sanierung der Filteranlage im Schwimmbad
  • Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen
  • Installation eines Sonnen- und Regenschutz-Vordaches an der Friedhofshalle in Roßdorf, Beschaffung neuer Stühle und Sanierung der Mauer entlang der Beunegasse
  • Holzbrückensanierungen: Riedsbach/Erbsenbach und Sportplatz/Bahnhofstraße
  • Kauf eines Unimogs mit Absetzkipper (aus zwei mach eins: Ersatz für ein 26 Jahre und ein Jahre altes Fahrzeug)
  • Alte Dieburger Straße: Grundhafte Erneuerung inkl. Kanal, Wasseranschlüsse
  • Herstellung eines zusätzlichen Trinkwasserspeichers

Nicht unterschätzt werden darf der Betrag, der in die Kinderbetreuung – ohne Neubauten – fließt. 3,8 Mio. EUR werden es 2020 sein. Die Zuschüsse zur Kinderbetreuung sind im Zeitraum 2009-2020 von 1,4 auf 3,8 Mio. EUR also um 170% gestiegen. Dies liegt an den gestiegenen Betreuungszahlen, aber auch Betreuungszeiten, der guten personellen Ausstattung und den konstant gebliebenen Elternbeiträgen. Das gesamte Haushaltsvolumen ist in diesem Zeitraum gerade einmal um 60% gestiegen. Mit der Fertigstellung des Sportkindergartens stehen 567 Ü3-Plätze zur Verfügung. Derzeit sind es 116 U3-Plätze ab Sommer 2020 dann weitere 12 Stück.

Annette Rückert und Harald Hanstein

 
 

Bijan Kaffenberger

 

Vorwärts: