SPD Ortsverein Roßdorf und Gundernhausen

Gemeindevertretersitzung am 10. November 2017 (Koalition Roßdorf und Gundernhausen)

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Gemeindevertretersitzung am 10. November 2017

Die Vorstellung des Haushalts für das Jahr 2018 mit seinen wichtigsten Eckpunkten durch Bürgermeisterin Christel Sprößler und der Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz der Gemeinde Roßdorf waren Themen der Gemeindevertretersitzung vergangenen Freitag.

Die sehr positive Entwicklung der Einkommenssteuer und die gute wirtschaftliche Lage unserer Gewerbetreibenden sorgt für steigende Einnahmen. Diese werden genutzt, um notwendige Investitionen in unsere Liegenschaften wie z.B. das Sportzentrum, die Feuerwehrgerätehäuser, das Freibad, die Freiflächen der Friedhöfe, das Bürgerzentrum zu tätigen und um den Bereich der Kinderbetreuung weiter auszubauen. Denn erfreulicherweise ist neben steigenden Geburten in unsere Gemeinde der Zuzug von vielen Familien mit Kindern nach Roßdorf und Gundernhausen zu verzeichnen. Es ist daher folgerichtig eine Kindertagesstätte mit zwei Kindergartengruppen und einer Kinderkrippengruppe in der Riedsbachaue am Gelände des ehemaligen Sportplatzes ins Auge zu fassen.

Die Kalkulation der Abwassergebühr ergab, dass eine Anpassung der Abwassergebühren notwendig wird. Grund hierfür sind letztendlich die immer niedrigeren Einleitwerte, die eine bessere Reinigung des Abwassers erfordern. Dies bedeutet für die Kläranlage wiederum den Bau und Betrieb von neuen Reinigungsstufen. Diese Kosten finden sich in der Kalkulation der Abwassergebühr wieder und erfordern eine Erhöhung der Gebühr um 0,25 EUR je m³. Die Wassergebühr bleibt unverändert ebenso die Grundsteuer. Sporthallen und gemeindlichen Einrichtungen für den Übungs- und Spielbetrieb werden kostenfrei bereitgestellt.

Insgesamt schließt der Haushalt mit einem Plus von 75.000 EUR ab. Dank der sich gut entwickelnden finanziellen Lage ist eine Aufnahme von Kassenkrediten nicht geplant.

Nach dem Hessischen Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz vom 14. Januar 2014 (HBKG) müssen die Gemeinden „... einen Bedarfs- und Entwicklungsplanung erarbeiten, fortschreiben und daran orientiert eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufstellen, diese mit den notwendigen baulichen Anlagen und Einrichtungen sowie technischer Ausstattung ausstatten und unterhalten ...“

Den Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Gemeinde Roßdorf haben der Gemeindebrandinspektor und die Wehrführer unserer Feuerwehren erstellt bzw. fortgeschrieben. Ausführlich werden die derzeitigen und zukünftigen örtlichen Gegebenheiten und Gefahrenschwerpunkte beschrieben. Die Feuerwehren mit ihrer vorhandenen Ausrüstung und das Personal, die Einsatzabteilungen, die Jugendfeuerwehren, die Kinderfeuerwehren, Alters- und Ehrenabteilungen dargestellt. Daraus ergibt sich letztendlich mit Blick auf die Ausstattung und hier insbesondere die Fahrzeuge, welche Anschaffungen in den nächsten fünf Jahren notwendig werden, weil Fahrzeuge ihre Altersgrenze erreichen. In 2019 steht in Gundernhausen ein Löschfahrzeug an, in 2021 in Roßdorf der Einsatzleitwagen. Der Plan belegt eindeutig das Kostenbewusstsein bei der Anschaffung von notwendigen Geräten, dies ist seit Jahren selbstverständlich.

Die Koalition stimmte dem Bedarfs- und Entwicklungsplan zu. Unser Dank geht an die Feuerwehrvereine für die finanzielle Unterstützung und an die Feuerwehrfrauen und -männer für ihr Engagement. Eine stets gesunde Rückkehr von Übungen und Einsätzen wünschen wir.

Für die Koalition
Annette Rückert und Hans-Joachim Lutz

 
 

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