SPD Ortsverein Roßdorf und Gundernhausen

Glyphosat in unserer Gemeinde

Fraktion

Bündnis 90/Die Grünen haben einen Antrag gestellt, der suggeriert: Die Gemeinde hat ein Problem mit Glyphosat. Um es gleich vorweg zu nehmen, dem ist nicht so!

Laut den Grünen

  • soll die Gemeinde dafür Sorge tragen, dass auf öffentlichen Flächen kein Glyphosat mehr eingesetzt wird.

Dieser Antragsteil ist total überflüssig. Die Grünen sollten wissen, dass der Einsatz von Glyphosat auf öffentlichen Flächen seit 2015 verboten ist. Hätten sie die gleichzeitig mit dem Antrag gestellt Anfrage abgewartet, hätten sie auch gewusst, dass in Roßdorf auf öffentlichen Flächen keinerlei Herbizide zum Einsatz kommen.

  • sollen die Landwirte, die gemeindliche Flächen gepachtet haben, per Vertrag dazu verpflichtet werden, auf diesen Flächen kein Glyphosat mehr einzusetzen.

Hätten die Grünen den Landwirten zugehört, würden sie wissen, dass Glyphosat nur sehr selektiv auf den landwirtschaftlichen Flächen unserer Kommune eingesetzt wird. Die zugelassenen Grenzwerte werden bei weitem nicht erreicht. Die Landwirte beschränken den Einsatz ohne das Zutun der Politik! So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

  • Soll der Gemeindevorstand sich über die kommunalen Spitzenverbände für ein Verbot von Glyphosat einsetzen.

Aus Sicht der Koalition ist das zu kurz gedacht, denn es werden unzählige unterschiedliche Herbizide eingesetzt. Es kann nur das Ziel sein, dass der Einsatz aller Herbizide auf Grundlage von allen wissenschaftlichen Erkenntnissen reduziert wird. Ein generelles Verbot von Glyphosat alleine ist nicht zielführend. Deshalb gab es einen entsprechenden Änderungsantrag der SPD/CDU Koalition

Es ist bedauerlich, dass man sowohl die Gemeinde als auch die Landwirte mit Ihren Aussagen nicht ernst genommen hat. Bei gutem Zuhören und Verstehen hätten die beiden ersten Punkte des Antrages gar nicht erst gestellt und von uns abgelehnt werden müssen. Und in Punkt 3 ging uns der Antrag nicht weit genug, deshalb unsere Änderung. Wir hätten sogar erwartet, dass aufgrund des Erkenntnisgewinns der Antrag komplett zurückgezogen wird.

Statt dessen argumentiert man damit, dass andere Kommunen auch entsprechend weitgehende Anträge beschlossen hätten. Dabei wird verschwiegen, dass es in einem Fall im landwirtschaftlichen Bereich um die Reduzierung von Glyphosat ging, und in einem anderen Fall lediglich beschlossen wurde, dass an die Bevölkerung appelliert werden soll, keine glyphosathaltigen Unkrautvernichter mehr zu nutzen.

Für die Koalition
Maria Bichler und Hans-Joachim Lutz

 

 
 

Bijan Kaffenberger

 

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