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Hessisches Landesmuseum Darmstadt: Kulturgüter lagern 13 Jahre im Provisorium und keine Lösung in Sicht

Landespolitik

„Bei der Landesregierung gilt das Motto: Nichts ist so beständig wie ein Provisorium. Die Einlagerung von Kunstbeständen des Hessisches Landesmuseums Darmstadt wird den Anforderungen an eine dauerhafte Lagerung nicht gerecht“, kommentiert Kaffenberger das Ergebnis der Kleinen Anfrage (Drucksache 20/2487).

 

„Das Landesmuseum feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Jubiläum. Nach über zehn Jahren des Wartens wäre die Aussicht auf ein neues Depot ein angemessenes Geburtstagsgeschenk. Bisher ist zu wenig passiert.“ so Kaffenberger weiter. Er versichert, dass er sich im Landtag für ein neues Depot einsetzen wird. Dazu gehörten dann auch die notwendigen neuen Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum Beispiel Werkstätten und Büros.

 

„Ein neues Depot für das Landesmuseum ist wichtig für den Erhalt der Kulturgüter und die Voraussetzung für viele weitere erfolgreiche Ausstellungen in Darmstadt. Auch die Stadtregierung ist gefragt und muss das Land bei der Suche nach geeigneten Grundstücken oder Liegenschaften unterstützen. Und selbst wenn die Planungen stehen, könnte das Warten auf eine Baugenehmigung ein Problem werden. Denn das dauert hessenweit in Darmstadt bekanntlich mit am längsten“, wie der Sprecher der SPD-Fraktion in Darmstadts Stadtverordnetenversammlung Michael Siebel berichtet

 

Wie eine Kleine Anfrage an das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst durch die Landtagsabgeordneten Bijan Kaffenberger, Gernot Grumbach und Dr. Daniela Sommer ergab, muss sich das Hessische Landesmuseum Darmstadt seit zehn Jahren mit Zwischenlösungen für die Unterbringung eines Teils seiner Bestände begnügen. Eine Lösung des Problems sei im nach wie vor „landesinternen Abstimmungsverfahren“.

 

Wie das Ministerium mitteilte, wurde im Jahr 2010 der Bau eines neuen Depots zur Unterbringung der Kunstgegenstände und Werkstätten aufgrund von Kostensteigerungen bei der Sanierung des Messelbaus sowie der durch die Finanzkrise angespannte Haushaltslage zurückgestellt. Seitdem würden rund 1,35 Mio. Objekte an sieben Standorten mit einer Gesamtfläche von 4.500 qm gelagert. Die Mietkosten belaufen sich aktuell auf 860.000 Euro pro Jahr und sollen bis zu einem Depotneubau vom Land getragen werden. Diese Interimslösungen seien weitgehend geeignet und regelmäßig ertüchtigt worden. Schadensmeldungen lägen keine vor. Da vieles unverändert in Spezialaufbewahrungen lagere, sei eine durchgehende Kontrolle aber kaum möglich. Jedoch entspräche das Provisorium nicht in allen Aspekten den Anforderungen an eine dauerhafte Deponierung von Kulturgut.

 

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Bijan Kaffenberger

 

 

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