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Keine Wertschätzung für die soziale Gesellschaft

Kommunalpolitik

SPD Darmstadt-Dieburg zeigt sich entsetzt über die AWO-feindlichen Äußerungen von Astrid Mannes in ihrem Brief an den hessischen Familienminister Banzer

In dem nun wohl allseits bekannten Brief der Mühltaler Bürgermeisterin Astrid Mannes an Hessens Familienminister Banzer wird mehr als deutlich, wie es dieser vor dem Verband der Arbeiterwohlfahrt graut. Für den stellvertretenden Vorsitzenden der Darmstadt-Dieburger SPD, Patrick Koch, ist dies mehr als verwunderlich:

"Die Arbeiterwohlfahrt ist in erster Linie ein Wohlfahrtsverband, dessen Ziel es ist, sich sozial zu engagieren und sich für Bedürftige einzusetzen. Wie man eine solche Einrichtung dermaßen angreifen kann und dazu aufruft, sie weniger zu unterstützen, ist völlig unverständlich", so Koch.

Dass die finanziellen Mittel, die die AWO vom Land zur Verfügung gestellt bekommt, dazu genutzt werden, um dem sozialen Zweck der Organisation gerecht zu werden, steht für die Kreis-SPD außer Frage. Zumal die AWO als emeinnütziger Verein keinen Gewinn machen darf.

"Gerade in einer Zeit, in der sozial Schwache immer weniger Unterstützung bekommen, ist es besonders wichtig, dass sich Sozialverbände engagieren und die Gesellschaft stützen. Wir sind froh für jeden Verband und jeden Menschen, der sich für die Gesellschaft einbringt. Diese brauchen jedoch finanzielle Unterstützung, um ihrer Arbeit gerecht zu werden", erläutert Koch.

Für die Darmstadt-Dieburger SPD ist die Einstellung Mannes ein weiteres Beispiel für die soziale Kälte der CDU. "Hier wird der soziale Kahlschlag propagiert, anstatt Einrichtungen, die gut funktionieren und eine tolle Arbeit leisten, zu fördern" meint Christine Dracker, Pressereferentin der SPD Darmstadt-Dieburg. "Es sollte doch hier um das Beste für die Menschen gehen und nicht um das Beste für eine Partei oder eine Bürgermeisterin", so Dracker weiter.

Warum Mannes das gesellschaftliche Engagement zurückdrängen will, bliebe unverständlich. Schließlich prangere sie etwas an, was gut funktioniere. Als Motiv lässt sich für die Kreis-SPD nur Eigennutz erkennen. Da Mannes sich nicht ausreichend über die AWO profilieren könne, scheine sie ihr gegenüber so negativ gestimmt.

Als eindeutig sieht die Darmstadt-Dieburger SPD an, dass Frau Mannes Parteipolitik im Namen ihres ürgermeisterinnen Amtes macht. Als Bürgermeisterin habe sie jedoch das Wohl der Kommune und der Menschen dort im Auge zu behalten und nicht das, der örtlichen CDU. "Mannes sollte ihre Energien weniger darauf verwenden, den Familienminister abstruse Briefe zu schreiben, sondern sich lieber um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger Mühltals kümmern", findet Heike Hofmann, Landtagsabgeordnete aus Weiterstadt und stellv. Vorsitzende der Kreis-SPD.

Ungeheuerlich sei es zudem, den Briefkopf der Gemeinde für ein solches Schreiben zu missbrauchen. "Auf dem Briefkopf der Gemeinde Parteipolitik für die CDU zu machen, ist nicht in Ordnung. Hier sind die Grenzen deutlich überschritten worden und eine Entschuldigung bei den Bürgerinnen und Bürgern Mühltals und vor allem bei den zahlreichen in der AWO ehrenamtlich engagierten Menschen ist mehr als angebracht", so Hofmann abschließend.

 

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Bijan Kaffenberger

 

 

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