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Nachhaltig leben in Darmstadt-Dieburg

Kommunalpolitik

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Am vergangenen Mittwoch lud die SPD Darmstadt-Dieburg zur Infoveranstaltung ein. Das Thema: Nachhaltig leben in Darmstadt-Dieburg. Dabei entschieden sich die Sozialdemokraten ganz bewusst für dieses Thema, denn mit der anstehenden Wahl werden die Weichen für die Zukunft des Landkreises gestellt – und natürlich macht sich jeder seine Gedanken dazu, wie das Lebensumfeld Darmstadt-Dieburg in Zukunft gestaltet werden kann. „In unserem Wahlprogramm haben wir bereits Leitbilder entwickelt, diese wollen wir in der nächsten Legislaturperiode ausbauen und den umweltpolitischen Fokus bei unserer Arbeit nie aus den Augen verlieren“, so der Umweltpolitische Sprecher der Kreistagsfraktion, Hans-Peter Hörr. „Wir wollen uns auf den Weg ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien machen und ein Umdenken in der Gesellschaft vorantreiben“, so Hörr weiter.

Einen ersten Schritt dazu machte Landrat und Vorsitzender der SPD Darmstadt-Dieburg, Klaus-Peter Schellhaas. Er zeigte auf, in welchen Bereichen die SPD bereits erste Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit vorangetrieben hat und wo er weiteres Entwicklungspotential sieht. So wurden im Zuge das Schulbauprogramms bereits alle Baumaßnahmen im Passivhausstandard umgesetzt. Mit der Odenwaldbahn und der Reaktivierung der Pfungstadtbahn wurde der öffentliche Nahverkehr für die Menschen im Landkreis attraktiv ausgebaut. „Auch in Zukunft gilt es, für alle Projekte nachhaltige Lösungen zu finden – das sind wir den nächsten Generationen schuldig“, meint Schellhaas.

Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie stellte daraufhin die Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in globaler Verantwortung“ vor. Kopatz versuchte in seiner Vorstellung anhand verschiedener Beispiele aufzuzeigen, wie wichtig die nachhaltige Betrachtung ist. Zu viele Menschen würden von Nachhaltigkeit reden, zu wenige jedoch nach ihr handeln. Manchmal müsste man annehmen, wir hätten vier Erden: Im Wohnungsbau sei der Energiebedarf gesunken, jedoch die Größe der Räumlichkeiten nehme ständig zu, Kühlschränke seien heute so groß wie Kleiderschränke und Sonnentrocknen der Wäsche für viele ein Fremdwort. „Dieser Luxus macht alle Bemühungen zunichte“, so Kopatz. In vielen Bereichen könnten bereits heute aus Visionen konkrete Handlungen entstehen. Es fehle oft der Mut und die Entschlossenheit. „Ein entschlossener Mensch wird mit einem Schraubenschlüssel mehr anzufangen wissen, als ein unentschlossener mit einem Werkzeugladen“, so Kopatz.

Langen Applaus gab es von den interessierten Zuhörern für einen lebendigen und sehr informativen Vortrag. Michael Kopatz rief abschließend zum Engagement vor Ort auf: „Nehmen Sie Einfluss, gestalten Sie Ihr Lebensumfeld lokal“. Die anwesenden SPD-Mitglieder waren sich in der nachfolgenden Diskussion einig, dass Problemlösungen nur mit einem Umdenken und einen stringenten Kurswechsel möglich sind, den sie weiterhin vorantreiben werden.

 

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Bijan Kaffenberger

 

 

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