SPD Ortsverein Roßdorf und Gundernhausen

Unser Wald: CO2-Speicher, O2-Lieferant und Erholungsgebiet

Fraktion

In der letzten Haupt- und Finanzausschusssitzung im vergangenen Jahr hat unser Förster Michael Menzel im Haupt- und Finanzausschuss einen Waldzustandsbericht gegeben.

Wir haben große Probleme im Wald mit Schädlingsbefall und mit der Trockenheit.

Dort wo Schädlingsbefall und Trockenheit zusammenkommen, das ist meist in Monokulturen der Fall (nur Fichte oder nur Kiefer) ist das Problem besonders groß.

Jeder, der Michael Menzel kennt, weiß, dass ihm der Wald sehr am Herzen liegt und er mit großem Engagement für unseren Wald arbeitet. Wie geht er mit diesem Problem um, und was tut der Forst, um den Wald für uns zu erhalten?

Hier die wesentlichen Maßnahmen, die er uns erläutert hat.

  • Es wird in diesem Jahr kein gesundes Holz gefällt.
  • Es wird in diesem und wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren auf Ertrag aus dem Wald verzichtet. Ein Focus wird auf Erhalt, Pflege und auf Aufforstung gelegt.
  • Im Waldwirtschaftsplan sind 12.500 € für neue Setzlinge ausgewiesen.
  • Es werden im Rahmen der Naturverjüngung eigene Setzlinge gezogen.
  • Zielstrebig wurde und wird der Wald zu einem großen Teil in Mischwald umgebaut, weil diese Form des Waldes weniger anfällig für Schädlingsbefall ist.
  • Konsequent hat man in den zurückliegenden Jahren auf Naturverjüngung gesetzt, so dass heute auf Flächen, die durch die Dürre betroffen sind neue Bäume wachsen. 2 – 3 m hohe Buchen stehen an vielen Stellen im Wald und sorgen für den zukünftigen Bestand. Und die Eichen haben in den vergangenen drei Jahren so viele Samen ausgebildet, dass wir unter den Eichen einen „Teppich“ von jungen Eichen haben.
  • Naturverjüngung wird auch in der Zukunft ein Bestandteil der Aufforstung sein.
  • Es wird an der Hundertmorgenschneise ca. 1 ha mit Bäumen bepflanzt, die nicht bei uns heimisch sind, um zu sehen, wie sie mit den sich verändernden klimatischen Bedingungen zurecht kommen. Diese Maßnahme wird aus dem Methusalem Programm gefördert und belastet noch nicht einmal unseren Haushalt.

Interessant war für mich zu hören, dass Monokulturflächen, z B Fichtenbestände, die von der klimatischen Veränderung und dem Schädlingsbefall sehr stark betroffen sind, zunächst einmal sich selbst überlassen werden. Im Boden versteckt ruhen Sämlinge, die im Laufe der Zeit aufgehen. Die Natur wird sich an dieser Stelle selbst helfen und Flächen aufbauen, die mit den sich ändernden Bedingungen besser zurechtkommen.

Die WIR hat beantragt für jeden abgestorbenen, gefällten oder vom Schädlingsbefall betroffenen Baum drei neue Bäume zu pflanzen. Gefragt zu diesem Antrag, erläuterte Michael Menzel im Ausschuss, dass allein mit den Setzlingen bereits die Anforderung der WIR mehr als erfüllt ist. Rechnet man die Bäume dazu, die im Wald neu entstehen, kann man davon ausgehen, dass es schon jetzt wesentlich mehr als drei neue Bäume für einen abgestorbenen Baum gibt, und dass das auch in Zukunft so sein wird.

Den Antrag der WIR haben wir abgelehnt, nicht weil wir nicht wollen, dass im Wald etwas geschieht, sondern weil wir gelernt haben, dass unser Förster mit seiner Arbeit weit über das hinausgeht, was in dem Antrag gefordert wird. Und dafür gebührt ihm unser aller Dank.

Maria Bichler

 
 

Bijan Kaffenberger

 

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