SPD Ortsverein Roßdorf und Gundernhausen

Unsere Friedhöfe

Fraktion

Der Zustand und die Weiterentwicklung der Friedhöfe in unserer Gemeinde war Thema der Gemeindevertretung. Dies ist ein Thema, das viele Emotionen beinhaltet, das Feingefühl bedarf aber auch einen sachlichen Blick benötigt.

 

Geänderte Bestattungskulturen
Die Bestattungskultur verändert sich. Das ist auch in der Gemeinde Roßdorf seit Jahren festzustellen. Die Nachfrage nach Urnenbestattungen steigt. Die Baumgrabanlagen auf beiden Friedhöfen werden überdurchschnittlich genutzt. Dem Wunsch nach Waldbestattungen konnte bisher noch nicht nachgekommen werden. Die Grabpflege hat nicht mehr den Stellenwert wie noch vor 10 – 20 Jahren.

Umgang mit Flächen auf den Friedhöfen
Die grundsätzliche Frage ist: Reichen die Flächen, die wir zur Bestattung in den beiden Ortsteilen anbieten, auch in Zukunft aus? Müssen wir die Friedhöfe erweitern oder vielleicht sogar verkleinern? Und was geschieht, wenn man eine Fläche für eine andere Nutzung benötigt? So ist z.B. die Trauerhalle immer wieder zu klein, um für Trauergäste ausreichend Platz zu bieten.

Antwort auf diese Fragen gibt das von Bürgermeisterin Sprößler vorgelegte Konzept:

Insbesondere durch die geänderte Bestattungskultur sind die Flächen, die wir auf den beiden Friedhöfen haben, ausreichend. Neben den Flächen für Erdgräber werden Flächen für weitere Urnenwände, Urnenstelen und Baumgrabanlagen vorgehalten.

Wir wollen einen geordneten Friedhof. Es soll wenige Freiflächen zwischen den Gräbern geben. Eine schwierige Aufgabe. Die Ruhezeiten auf dem Friedhof betragen zwischen 20 und 25 Jahren. Das bedeutet, dass das Flächenmanagement auf dem Friedhof eine langwierige Angelegenheit ist. Man kann nicht von heute auf morgen Flächen für andere Nutzungsmöglichkeiten gewinnen.

Es ist vorgesehen auf dem Roßdörfer Friedhof südlich der jetzigen Trauerhalle Freiflächen für eine Erweiterung der Halle zu schaffen, d.h. dort keine Gräber mehr anzulegen. Das geht jedoch nicht von heute auf morgen.

Der Friedhof als Ruhe- , Erholungs- und Trauerort
Dazu gehört das äußere Erscheinungsbild des Friedhofs.

Zu Recht haben sich Bürgerinnen und Bürger vor ca. einem Jahr beklagt, dass die Friedhöfe in keinem guten Zustand sind. Die Verwaltung hat das aufgenommen und das Personal für die Pflege der Friedhöfe aufgestockt. Der Pflegeplan wurde konkretisiert. Klare Vorgaben, wie mit Wegen, Hecken und Bäumen umzugehen ist und wie die nicht belegten Grabflächen zu behandeln sind, so dass diese nicht mit Unkraut überwuchern, wurden fixiert.

Der Friedhof als Kulturdenkmal
Auf beiden Friedhöfen gibt es Ehrenmale und Gedenktafeln für die Gefallenen der beiden Weltkriege und Kriegsgräber. Gedenkveranstaltungen, gestaltet von in der Kommune bekannten Persönlichkeiten, gehören zum Jahreskreis.

Von Bürgermeisterin Sprößler wurde ein Konzept erarbeitet, das all jene Gesichtspunkte beleuchtet und klare Vorgaben und Handlungsempfehlungen für den Bestand, die Ausstattung, die Pflege und die Entwicklung der Friedhöfe beinhaltet.

Das Konzept ist sowohl für diejenigen, die auf dem Friedhof arbeiten, als auch für die Bürgerinnen und Bürger verständlich und bringt die wichtigen Aussagen auf den Punkt. Es enthält keine utopischen Erwartungen und Ziele - weder in zeitlicher noch in finanzieller Hinsicht.

Zu guter Letzt enthält das Konzept klare Strategien und Handlungsempfehlungen, nämlich die Einrichtung eines Ruheforstes, die Sanierung der Friedhofsmauer, die Erweiterungsmöglichkeiten für die Trauerhalle in Roßdorf sowie die Umwandlung von Flächen für Baumgräber und Urnenstelen.

Der Koalition ist es daher absolut unverständlich, warum die WIR-Fraktion in der Diskussion zwar einerseits zum Ausdruck bringt, dass das Konzept eine gute Basis sei, um darauf aufzubauen, auf der anderen Seite aber nicht sagt, was ihnen konkret im Konzept fehlt.

Wir halten das durch Bürgermeisterin Sprößler vorgelegte Konzept für erschöpfend und ausreichend und haben daher gegen das - kostspielige - Ansinnen der WIR-Fraktion gestimmt, ein darüber hinausgehendes Konzept durch ein externes Büro erstellen zu lassen.

Vielmehr sind wir sehr erfreut, dass die vorliegenden Ideen und die gelebte Praxis verbindlich zu Papier gebracht wurden.

Annette Rückert und Tobias Träxler

 
 

Bijan Kaffenberger

 

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