SPD Ortsverein Roßdorf und Gundernhausen

Verfahren "AMTIX kurz"

Ortsverein

In der Konsultation diskutierte Varianten für eine Verlagerung der Route AMTIX-kurz, Quelle: Gemeinnützige Umwelthaus GmbH

In der Vorstandssitzung des Ortsvereins beschäftigten wir uns mit dem Verfahren "AMTIX kurz", erarbeiteten uns eine gemeinsame Position und legten das weitere Vorgehen gemeinsam mit der Fraktion fest.

Doch was ist überhaupt „AMTIX kurz“?

„AMTIX kurz“ - früher: „König kurz“- ist der Name einer Abflugroute vom Flughafen Frankfurt.

Warum gibt es Diskussionen um „AMTIX kurz“?

Flugzeuge, die von der Startbahn West starten und dann Richtung Südosten fliegen, folgen dieser Route. Dabei überfliegen sie heute den dicht besiedelten Norden Darmstadts (Darmstadt-Arheilgen und Kranichstein). Um die Anwohner in diesen Stadtteilen zu entlasten, soll die Abflugroute AMTIX über weniger dicht besiedeltes Gebiet gelegt werden.

Immer wenn das „Expertengremium Aktiver Schallschutz“ eine Maßnahme vorschlägt, die einen Teil der Menschen im Rhein-Main-Gebiet von Fluglärm entlastet, für einen Teil der Menschen in der Region aber zusätzliche Lärmbelastung erzeugt, findet nun eine Konsultation der betroffenen Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürger statt. Im zweiten Halbjahr 2018 fand die Konsultation zur möglichen Verschiebung der Abflugroute AMTIX-kurz statt.

Für die Gemeinde Roßdorf waren zwei Bürger bei den Konsultationsveranstaltungen. Diesen beiden ist es zu verdanken, dass die Variante 6b in das Prüfungsverfahren aufgenommen wurde. Nüchtern betrachtet ist die Variante 2 für Gundernhausen die beste Lösung.

Die Betrachtung der Belastungen in der Gemeinde Roßdorf für die unterschiedlichen Alternativen zeigt: Die Anzahl der Hochbetroffenen in Roßdorf Gundernhausen sinkt bei den Routen 1 – 4 und 6b auf Null. Dies ist bei den Routen 1, 3 und 4 dem Umstand geschuldet, dass die Flugzeuge durch die Verschwenkung der Flugroute einen weiteren Weg bis nach Gundernhausen zurücklegen müssen, und dadurch bis zur Ankunft hier eine größere Höhe erreicht ist.

Die Konsultation ist abgeschlossen, nun werden alle Varianten geprüft. Die Route, die in der Summe für die meisten Menschen im gesamten Gebiet Entlastung bietet, wird am Ende die sein, die favorisiert wird. Dennoch werden auch jetzt noch Kommunen, aber auch Privatpersonen, gehört. Es besteht die Möglichkeit Stellungnahmen abzugeben.

Und das werden wir tun. In der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung hat Bürgermeisterin Christel Sprößler berichtet, dass die Gemeinde Roßdorf mit einer Kombination der Varianten 1 und 6b eine zusätzliche Option eingereicht hat.

Der SPD Ortsverein wird eine Stellungnahme mit folgendem Inhalt abgeben: Erste Priorität hat Variante 6b, nachrangig Variante 2. Für den Fall, dass die von der Gemeinde Roßdorf angeregte Kombination aus Variante 1 und 6b in das Verfahren aufgenommen wird, ist dies die Variante, die vor allen anderen von uns bevorzugt wird.

Markus Crößmann

 
 

Bijan Kaffenberger

 

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